Vom Randalierer zum Fußballfan !
Posted by admin on 09 Nov 2009 at 01:38 pm | Tagged as: Allgemeines, Fans/Zuschauer, Informationen, Vereine
Rapid-Fans waren nicht immer so vorbildhaft
Die Fanszene in Grün-Weiß entwickelte sich aber erst in den letzten Jahren derart positiv. Lange lagen Verein und Fans miteinander im Clinch. Großen Anteil an dieser Entwicklung hatte Rapid-Klubservice-Leiter Andy Marek. Der Waldviertler suchte immer wieder Gespräche mit den Fangruppen: „Das war ein langwieriger Prozess. Der Dialog war und ist immer mein Zugang. Wenn alle Gespräche aber nicht fruchten, dann muss man als Verein aber auch hart durchgreifen.“
Das hatte in Wiener Neustadt ursprünglich auch Vize-Präsident Ernst Neumann vor. Die jüngsten Vorfälle: Gegen Sturm Graz ließen die Neustädter „Hardcore-Fans“ eine Rauchbombe ungenehmigt hochgehen (4000 Euro Strafe für den Verein). Im Spiel gegen die Austria taten sie ihren Unmut mit einem vorstandkritischen Transparent kund und zündeten es daraufhin an. Neumann drohte damit, den eigens errichteten Fanssektor wegzureißen. „Ich gebe die Regeln vor“, stellte er unmissverständlich fest. Gerald Pavlicek, Fanbeauftragter des SC Magna, schlägt versöhnlichere Töne an. Er sieht beide Seiten in der Pflicht. Einerseits fordert er von den Fans Vernunft, andererseits vom Verein Toleranz. „Wenn man im Stadion Stimmung will, muss man bis zu einem gewissen Grad Verständnis für die oft jungen Fans aufbringen.“ Neumann und Pavlicek suchten das Gespräch mit den Fanclubs. Neumann über die Ergebnisse: „Es waren konstruktive Gespräche. Sie haben versprochen disziplinierter zu sein.“ Der Fansektor bleibt vorerst.
Friedliche Fans in der Südstadt und St. Pölten
Die NÖ-Bundesligisten St. Pölten und Admira haben keinerlei Probleme mit radalierenden Fans. In der Landeshauptstadt war das nicht immer so. Der St. Pöltner „Wolfsbrigade“ ging mit dem Kremser SC allerdings das Feindbild verloren. Seit der Lokalkonkurrent sportlich von der Bildfläche verschwunden ist (2. Landesliga West), es keine Derby mehr gibt, kommt es auch zu keinen Ausschreitungen mehr.
Auch bei der Admira hat sich eine kleine, aber feine Fangemeinschaft gefunden. Die „Admira-Fanatics“ singen regelmäßig nach Heimsiegen gemeinsam mit der Mannschaft ihr Siegeslied. Während des Spiels gibt Gerald „Schöfix“ Schöfberger Gas. Mit Megafon und Trommel ausgestattet sorgt er seit Jahren im Alleingang für Stimmung.
Quelle:www.noen.at

