Trotz Wirtschaftskrise dürfte Frank Stronach noch genug Geld für den Fußball übrig haben. Denn er bestätigte erneut den Bau eines neuen Stadions: „Es wird sobald als möglich kommen und wird eine reine Fußball-Arena sein.“ Derzeit läuft die Umweltverträglichkeitsprüfung – das Stadion soll am Wiener Neustädter Stadtrand nahe der Südbahnstrecke an der Bundesstraße 54 errichtet werden. Wann mit dem Bau begonnen wird, steht allerdings noch nicht fest, wie SC Magna-Vizepräsident Ernst Neumann bestätigt: „Ich werde sicher keinen Zeitpunkt nennen, weil ich es nicht abschätzen kann.“

Prohaska kritisiert das Wr. Neustädter Stadion
Geht es nach Herbert Prohaska, kann das neue Stadion nicht früh genug gebaut werden. Der Schirmherr der Adeg Ersten Liga war beim Cup-Semifinale gegen die Wiener Austria (0:1, Anm.) mit dabei. Er musste mit ansehen, wie Teile der 7000 Zuschauer nach dem Spiel den Platz stürmten. „Nicht bundesligareif“, stellte die Fußball-Legende danach der Wr. Neustädter Infrastruktur ein schlechtes Zeugnis aus.

Svetits hält dagegen: „Stadion bundesligareif“
Dieser Aussage widerspricht indes der zweite SC Magna-Vizepräsident, Peter Svetits: „Unser Stadion ist laut Statuten bundesligareif. Einzig die Flutlichtanlage muss adaptiert werden, und das wird rechtzeitig geschehen.“ Damit das überhaupt notwendig wird, müssten die Wiener Neustädter aber erst in die Bundesliga aufsteigen. Die Meisterpläne erfuhren nämlich durch die 0:1-Pleite in Gratkorn einen Dämpfer. Noch hält die Truppe von Trainer Helmut Kraft bei drei Punkten Vorsprung auf Verfolger Admira. Im Gipfeltreffen am Samstag (15.15 Uhr) in Wiener Neustadt könnte bereits eine Vorentscheidung im Titelkampf fallen.

Neuzugänge? Stronach macht es möglich
Im Falle eines Sieges des SC Magna könnte Peter Svetits wohl endgültig für die Bundesliga planen: „Was die Kaderplanung anbelangt, bin ich schon sehr weit.“ Von Stronach bekam er punkto Neuzugängen grünes Licht. „Wir werden uns noch ein bisschen verstärken“, kündigte der 76-jährige Mäzen nach dem Cup-Aus an.
Wie Stronach beschäftigte der Cup-Schlager auch Vizepräsident Ernst Neumann. Dieser stößt sich aber weniger am sportlichen Bereich. Neumann will vielmehr die Ausschreitungen (acht Festnahmen, vier verletzte Polizei-Beamte) mittels Videomitschnitt genau analysieren und danach entsprechend reagieren: „Ich will wissen, inwieweit da unsere eigenen Fans schuld daran sind.“
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