Bei Ausschreitungen nach einem Fußballmatch bewarf ein 17-Jähriger einen Polizisten mit einem Glas: Zwei Monate bedingt.

Rapid gegen Mattersburg: Das Match am 21. Mai dieses Jahres wird ein 17-Jähriger aus dem Bezirk Wien-Umgebung wohl nicht so schnell vergessen. Das Fußballspiel hat für ihn nun ein gerichtliches Nachspiel.

Mit Brettern und Flaschen zogen rund 30 jugendliche Fans nach dem Match durch die Straßen von Wien. Mit dabei war der Lehrling, maskiert mit einer Sturmhaube.
Als die Exekutive nach einem Großalarm wegen der randalierenden Fans einschreiten musste, warf der Lehrling mit einem Glas nach einem Polizisten, dieser stürzte in die Scherben und verletzte sich. Danach widersetzte sich der 17-Jährige der Festnahme und schlug wild um sich.
Vor Richter Dr. Peter Kotynski bereut der Lehrling. „Die Polizisten sind uns entgegengelaufen, mit Schlagstöcken. Da habe ich Angst bekommen“, sagt er, und: „Ich habe mich verleiten lassen. Es war das erste Mal, das ich bei soetwas dabei war.“

2107 Euro für den verletzten Polizisten
Für den bislang Unbescholtenen setzt es wegen schwerer Körperverletzung und Widerstands gegen die Staatsgewalt zwei nicht rechtskräftige Monate auf Bewährung. Weiters gehen 2107 Euro Schmerzensgeld und Verdienstentgang an den verletzten Exekutivbeamten.