Österreichs vier internationale Starter kämpfen in der neuen Europacup-Saison nicht nur um den eigenen Erfolg, sondern auch gegen einen empfindlichen Rückfall des österreichischen Fußballs in der UEFA-Rangliste. Das Spieljahr 2009/10 nimmt der ÖFB noch als 20. in Angriff, im bereinigten Ranking für das darauffolgende Jahr liegt Österreich aber nur noch auf Rang 26.

Sollten Red Bull Salzburg, Rapid, Austria und Sturm Graz in den kommenden Monaten nicht für einen Vorstoß unter die Top 21 sorgen, würde der künftige Meisterschaftsdritte im Sommer 2010 bereits in der ersten von vier Qualifikationsrunden für die Europa League beginnen und nicht wie bisher in der zweiten. Unverändert blieben in diesem Fall die Einstiegsphasen für Meister (zweite von vier Quali-Runden zur Champions League), Cupsieger (dritte Quali-Runde zur Europa League) und Vize-Meister (zweite Quali-Runde Europa League).

Bei einem Abschied aus den Top 29 würden Cupsieger sowie Vizemeister in der zweiten und der Tabellen-Dritte in der ersten Quali-Runde der Europa League einsteigen. Immerhin ist durch die in diesem Sommer erstmals greifende Europacup-Reform die Gefahr des Verlustes eines Europacup-Startplatzes gebannt – auf drei Clubs beschränkt bleibt lediglich das Kontingent der beiden Ranglisten-Schlusslichter Andorra und San Marino.

Sollte Österreich am Ende der bevorstehenden Europacup-Saison unter den Top 18 stehen, käme der Vizemeister in den Genuss, erst in der dritten Quali-Runde für die Europa League einsteigen zu müssen – dies ist aufgrund des großen Punkte-Rückstandes allerdings unrealistisch. Der nächstjährige Rückfall liegt daran, dass die dafür maßgebliche Fünfjahreswertung die Saison 2004/05 mit der Viertelfinal-Teilnahme der Austria im UEFA-Cup nicht mehr berücksichtigt wird.