Vier Monate nach der Massenschlägerei auf dem Fußballplatz in Grödig hagelt es jetzt Anzeigen gegen gewaltbereite Hooligans. Die Polizei hat Videodaten ausgewertet und zeigt nun insgesamt 32 Fußballfans an.
Es war am 8. November 2008 als vor dem Zweitligaspiel zwischen Grödig und Innsbruck
nahe dem Fußballplatz eine Massenschlägerei ausgebrochen ist. Rund 100 Gewaltbereite hatten sich dazu verabredet, sie kamen aus Salzburg und Innsbruck.

Mithilfe von Videobildern hat die Polizei nun 32 Hooligans ausgeforscht und angezeigt. Die meisten wegen der Rauferei, einige aber auch wegen Sachbeschädigung und Drogenbesitzes, sagt Ermittlungsleiter Reinhard Sperl.”Die Ermittlungen haben so lange gedauert, weil wir insgesamt rund 100 Beteiligte bei dem Raufhandel gehabt haben.”"Schwierig alle Beteiligten zu identifizieren”
“Es gibt einige Täter, die mehrere Delikte begangen haben. Diese werden wir auch noch nach dem Verwaltungsrecht anzeigen, das heißt Ordnungsstörung und Pyrotechnikanzeigen”, schildert Sperl.

Warum die Ermittlungen fast vier Monate gedauert haben, erklärt der Ermittlungsleiter so: “Die Ermittlungen haben so lange gedauert, weil wir insgesamt rund 100 Beteiligte bei dem Raufhandel gehabt haben und da war es sehr schwierig die Beteiligten aus der Bewegung zu identifizieren.”Betroffene in Hooligandatei einspeisen
Den identifizierten Rowdies dohnen jetzt erhebliche Konsequenzen: “Das wichtigste wird sein, die Betroffenen in die Hooligandatei einzuspeisen. Das ist eine Datei, wo gewaltbereite Fans aufscheinen und somit ist es in ganz Österreich möglich – sollte der Datensatz abgefragt werden – die Hooligans identifizieren zu können”, meint Sperl.

Aber es gebe noch weitere Möglichkeiten, so der Ermittlungsleiter: “Zum Beispiel die so genannten Meldeauflagen. Das heißt, der gewaltbereite Fan muss sich an bestimmten Orten melden, damit ihm die Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist.”

Die Ermittlungen gegen andere Hooligans laufen noch weiter. Allein in Salzburg gibt es laut Polizei 200 bis 250 gewaltbereite Fußballfans.