Mai 2011

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Machtkampf bei Rapid-Ultras

Posted by on 25 Mai 2011 | Tagged as: Allgemeines, Informationen, Rapid Wien

Machtkampf bei Rapid-Ultras
Innerhalb der Rapid-Ultras tobt seit Monaten ein erbitterter Machtkampf.

Zwischen 250 und 800 Personen stark – das ist der gewaltbereite C-Fan-Block innerhalb der Ultras , dem Sammelbecken der Rapid -Fans. Entstanden sind die Ultras 1991 nach Vorbild der italienischen Fußballfans. Ziel war es, die 40 bis 50 verschiedenen Fangruppen im berühmt-berüchtigten Block West des Hanappi-Stadions zu vereinen, der Gruppe ein einheitliches Erscheinungsbild zu geben: Fan-Choreografie, exzessive Verwendung von Pyrotechnik, Blockfahnen und Spruchbänder.

Das „Direttivo“ der Rapid-Ultras besteht aus zehn Personen. In den vergangenen Monaten hat das „Direttivo“ wohl die Kontrolle über die Blöcke verloren: „Eine junge Garde stürmt nach und drängt nach oben“, sagt Rudolf Herbst, Rapid-Fanbeauftragter der Wiener Polizei zu ÖSTERREICH. Ihnen ist die Zurückhaltung der Ultra-Führung zu langweilig geworden, zu passiv.

Die jungen Chaoten wollen den Konflikt. Längst mischen Gruppen wie die „Alte Garde“ aus Ottakring mit, ein rechter Sumpf. Oder die Gruppe „SIO“ (Semper in olio – immer besoffen). SIO pflegt intensive Kontakte zur griechischen Gruppe „GATE 13“, den Anhängern von Panathinaikos Athen. SIO lud zum Derby nach Wien auch zehn griechische Freunde ein – die am Platzsturm ­beteiligt waren. Im vergangenen Winter stiegen auch die „Vatos Locos“ in den Kampf um die Ultra-Führung ein, eine Gruppe ­blutjunger, gewaltbereiter Rapid-Chaoten.

Die „Vatos Locos“ waren auch die Ersten, die den Zaun übersprangen: „Teilweise wollen diese Gruppen sogar eine Abspaltung von den Ultras“, sagt Herbst, „der Sturm war ­eine Profilierungsg’schicht“.
Quelle:sport.oe24.at

Wiener Fußball-Derby Rapid-Austria abgebrochen [22.05.11]

Posted by on 22 Mai 2011 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Austria Wien, Hooligans, Rapid Wien

Nach Ausschreitungen ist das Wiener Fußball-Derby zwischen den Traditionsclubs Rapid und Austria abgebrochen worden. Zahlreiche Rapid-Hooligans, von denen einige auch vermummt waren, stürmten nach dem 2:0 für die Gäste in der 26. Minute auf den Rasen des Hanappi-Stadions.

Die Spieler beider Mannschaften flüchteten sofort in die Kabine.

Die Polizei, die nach eigenen Angaben mit rund 400 Beamten im Einsatz war, hatte bei einer schlechten Rapid-Leistung eine Stürmung des Platzes befürchtet. Es gab mindestens zwei verletzte Polizisten und drei Festnahmen. «Beide Mannschaften und wir Schiedsrichter wollten weiterspielen. Aber es ist an der Aussage der Sicherheitskräfte gelegen, dass die Sicherheit im Stadion nicht mehr gewährleistet werden kann, daher der Abbruch», sagte Schiedsrichter Thomas Einwaller.

«Das ist eine Riesenschande für den österreichischen Fußball», erklärte der frühere deutsche Bundesliga-Profi und österreichische Rekordnationalspieler Andreas Herzog. «Man muss sich zusammensetzen, denn so kann es nicht weitergehen. Es ist traurig, wenn sich schon die eigenen Spieler vor den Fans fürchten müssen, sogar beim Training.» Club-Manager Werner Kuhn meinte: «Das ist der bitterste Moment in meinen fast 17 Jahren bei Rapid. Was heute passiert ist, ist unerklärbar und unentschuldbar.» Es sei alles Erdenkliche gemacht worden, um einen derartigen Vorfall zu verhindern.

Schon am Montag will sich die österreichische Bundesliga mit dem Abbruch beschäftigen, der aus Liga-Sicht aufgrund nicht gewährleisteter Sicherheit passiert sei. Sollte die Partie des vorletzten Spieltages am «grünen Tisch» zugunsten des bisherigen Tabellen-Dritten Austria gewertet werden, würde die Entscheidung über den österreichischen Meister erst in der letzten Runde am Mittwoch fallen.

Austria Wien würde im Fall eines positiven Sportgerichts-Urteils auf 61 Punkte kommen. Spitzenreiter Sturm Graz führt nach dem 2:1 beim SC Wiener Neustadt am Sonntag mit 63 Punkten, Titelverteidiger Red Bull Salzburg liegt nach dem 2:2 gegen den SV Ried nun drei Zähler zurück und hat die klar schlechtere Tordifferenz. Salzburg spielt am Mittwoch bei Austria Wien.
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