Oktober 2009

Monthly Archive

Jürgen Hartmann:433.000-Rapid-Kilometer und kein Ende!

Posted by on 31 Okt 2009 | Tagged as: Allgemeines, Fans/Zuschauer, Informationen, Rapid Wien, Vereine

Die Liebe zu Rapid Wien entdeckte Jürgen Hartmann 1973 im zarten Bubenalter, damals, als der Gymnasiast von zwei Schulkollegen ausgerechnet zu einem Derby nach Hütteldorf verschleppt wurde und Rapid-Legende Hans Krankl in unnachahmlicher Manier dem FAK gleich vier Tore in den Kasten legte. Endstand 4:0. Die elektrisierende Stimmung rund um den Kult-Klub geißelte seine Gedanken, machte den Fußball zum Mittelpunkt und Rapid zur Religion seines Lebens. Auch wenn er die Floskel heute für abgedroschen hält, für den 48-jährigen Postbediensteten ist Rapid mehr als nur ein Verein: „Rapid ist wie eine große Familie, ein Klub zum Angreifen, der in Österreich fast eine Millionen Fans hat und im Ausland geschätzte 270.000 Fans mobilisiert. Nicht zuletzt wegen Andy Marek hat sich in den letzten zehn Jahren ein Zusammengehörigkeitsgefühl entwickelt, das in Europa einzigartig ist.“

433.000 Kilometer, 31 Länder
1696 Rapid-Spiele hat Hartmann bereits auf den Buckel und zählt damit zu den treuesten Rapid-Fans überhaupt. In einem Jahr wäre Hartmann sogar ein Fall für das Guiness Buch der Rekorde, denn dann hätte er 25 Jahre lang kein Pflichtspiel von Rapid verpasst. Das letzte versäumte Heimspiel datiert übrigens aus dem Jahre 1981 („damals war ich Verkäufer und musste arbeiten“), rund 433.000 Kilometer ist der gebürtige Niederösterreicher mit Rapid um die Welt gereist und hat 31 Länder besucht. Zuletzt war er in Tel Aviv bei Rapids 1:5-Pleite in der Europa League live dabei.

Die gute alte Zeit: Baric und die 1980er
Hartmann führt Buch über seine große Leidenschaft, sammelt seine Tickets und versieht sie mit Datum und Ergebnis. Die Spielresultate hat er im Kopf gespeichert, auch Rückblicke an schöne und weniger schöne Momente kosten ihm nur ein kurzes Stirnerunzeln: „Wunderschöne Zeiten waren Mitte der 1980er Jahre, als Rapid unter der Fuchtel von Trainer-Legende Otto Baric Meister und Cupsieger wurde und im Europacup bis in Finale vorgestoßen ist.“ Die Kehrseite der Medaille erlebte Hartmann Anfang der 1990er Jahre, als der Pleitegeier über St. Hanappi kreiste, der Verein bereits am Tropf hing, aber in letzter Minute vorm Crash gerettet werden konnte. „Das waren ganz üble Zeiten“, sinniert Hartmann in Erinnerungen, „da kamen maximal 3.000 Zuschauer ins Stadion, die Stimmung war am Nullpunkt. Ohne die Bank Austria hätte es Rapid damals nicht mehr gegeben.“

“Heute kommen Familien ins Stadion“
Rapid hat überlebt und setzte unter der Ägide von Ernst Dokupil Mitte der 1990er zu einem neuen Höhenflug an. Der Fußball hatte bis dahin eine markante Wandlung genommen. Heutzutage werde wesentlich schneller und athletischer gespielt, das Drumherum sei professioneller geworden und auch die Einstellung der Fans habe sich hin zum Support für die Mannschaft und weg von den Randalen entwickelt. „In den späten 1980er Jahren gab es schon die eine oder andere Gruppierung, die vorwiegend auf Randale aus war. Die sind in den letzten 15 Minuten ins Stadion gekommen und haben alles kurz und klein gehauen. Aber das hat sich Gott sei Dank geändert. Die Atmosphäre im Stadion ist heute einmalig, die Sicherheit ist da, die Leute fühlen sich wohl, ganze Familien kommen jetzt zu den Heimspielen von Rapid. So etwas wäre in Italien unvorstellbar. Nicht umsonst spielt Rapid regelmäßig vor vollen Tribünen. Selbst Partien gegen Nachzügler werden heute in einem ausverkauften Haus runtergespult.“

“Pacult leistet gute Arbeit, aber …“
Das in St.Hanappi nicht nur ausgewiesene Fußballexperten auf ihre Kosten kommen, unterstreicht auch Hartmann. „Der Fußball lebt von Persönlichkeiten, die mancherorts anecken. Peter Pacult leistet bei Rapid eine tolle Arbeit, aber er gilt als schwierig. Wenn der Erfolg einmal nicht mehr da ist, wird´s schwer, die eingeschworenen Rapid-Fans von einer weiteren Verpflichtung Pacults zu überzeugen.“

Hans Krankl
Hartmann hat viele Stars und „Sternchen“ erlebt, mit ihnen gefeiert oder geweint. Ob Savicevic das Genie, Kühbauer, der „Heißsporn“ oder Herzog, der „Edeltechniker“, sie alle haben Rapid ihren Stempel aufgedrückt, aber keiner kommt an Goleador Hans Krankl heran. Zweidrittel seiner 336 Tore für Rapid hat Jürgen Hartmann live miterlebt. Hartmann wird heute noch nervös, wenn der „Nachtfalke“ die Straße quert. „Krankl ist bis heute mein Idol geblieben. Der hat sich seinerzeit im Mittelfeld die Bälle geholt, hat zwei, drei Spieler aussteigen lassen und dann das Goal gemacht. Er war sicherlich der kompletteste Spieler seiner Zeit in Österreich. Rapid hat in den 70er Jahren eigentlich nur von ihm gelebt.“

“Niemals für die Austria“
Heute gilt der Verein als schuldenfrei und ist auch 100 Jahre nach seiner Gründung aus der alljährlichen Titelentscheidung nicht wegzudenken. Was sich Jürgen Hartmann für seine Rapid in Zukunft wünscht? „Einen europäischen Pokal zu gewinnen, das wär schon was. Zumindest sollten wir es schaffen, in der Europa League zu überwintern. Dann wären es nur mehr acht Spiele bis zum Finale und das wäre natürlich ein Traum.“ Dazwischen gibt es für Hofmann und Co. aber noch reichlich Bundesligakost. Am Samstag (14. Runde, 18.00 Uhr) empfängt der Rekordmeister die SV Ried und Hartmann geht von einem eindeutigen Sieg für seine Farben aus. „Da sollte eigentlich nichts passieren, wir haben ja gegen Austria Kärnten gesehen, wie schnell Rapid derzeit ein Match drehen kann.“ Apropos Austria. Die Gretchenfrage blieb auch Hartmann nicht erspart. Gesetzt dem Fall, die Wiener Austria schafft es in der EL bis ins Finale und Rapid wäre vorher ausgeschieden – wäre Hartmann auf der Seite des Erzrivalen? „Niemals, um Gottes Willen!“ Auch nicht im Sinne des österreichischen Fußballs? „Nein, ausgeschlossen. Es soll immer der Gegner gewinnen.“ Jürgen Hartmann, ein Mann der auf Prioritäten setzt. Zumindest in den Farben grün-weiß.

Quelle:sportlive.at

Fans attackieren Zug-Passagier!

Posted by on 11 Okt 2009 | Tagged as: Allgemeines, Austria Salzburg, Informationen, Vereine

Anhänger von Austria Salzburg machen Negativ-Schlagzeilen. Ein 58-Jähriger wird im Zug von Fans attackiert und verletzt. Die Teenager waren nach dem Landesliga-Spiel in Puch auf den Mann losgegangen.

Die Jugendlichen zwischen 16 und 20 Jahren bestiegen am Samstag nach dem Spiel beim FC Puch die S-Bahn, wo einer den Mann aus Golling sofort als “Bullensau” beschimpft und anpöbelt. Es scheint eine völlig willkürliche Attacke auf einen wehrlosen Fahrgast zu sein. Als ein anderer einen Bierbecher auf den Mann wirft, will dieser den Burschen zur Rede stellen.

Daraufhin gehen mehrere Jugendliche auf den Unbekannten los und verletzen ihn. Er erleidet eine Schwellung am Auge und einen Sehnenriss am linken Mittelfinger. Das teilt die Polizei am Sonntag mit. Die Täter sollen ausgeforscht werden.

Bereits in der Vergangenheit haben violette Fans immer wieder durch Gewalt Schlagzeilen gemacht. So soll ein Austria-Fan einen Mann im September im Salzburger Mirabellgarten niedergeschlagen und dabei schwer verletzt haben. In Saalfelden sollen randalierende Austria-Anhänger bei einem Landesliga-Spiel beinahe einen Spielabbruch provoziert haben. Bei den Tätern handelt es sich meist um Jugendliche.

ÖFB-Pokal:FC Lustenau wird Sieg zugesprochen-Geldstrafen für drei weitere Teams

Posted by on 03 Okt 2009 | Tagged as: Ausschreitungen, Geldstrafen, Informationen, ÖFB-Stiegl-Cup, Vereine

Die unsportlichen Vorfälle während der Zweitrundenspiele des ÖFB-Fußball-Cups (18./19./20. September) haben nun auch sportrechtliche Folgen nach sich gezogen. Wie der ÖFB am Freitag bekanntgab, wurde das Spiel des GAK gegen FC Lustenau (abgebrochen beim Stand von 0:2) aufgrund des Platzsturms von rund 20 GAK-Fans mit 3:0 für die Vorarlberger strafverifiziert. Drei weitere Teams, der LASK, Kottingbrunn und Blau-Weiß Linz wurden mit Geldstrafen belegt.

Gegen den GAK wurde zudem eine unbefristete Platzsperre des Trainingszentrums Weinzödl für alle zukünftigen Begegnungen der Grazer im Rahmen des ÖFB-Cups ausgesprochen. Weiters wurde über den GAK wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen und Verschulden eines Spielabbruchs eine Geldstrafe in der Höhe von 7.500 Euro verhängt.

Der LASK, der in Kottingbrunn 3:1 siegte, wurde wegen “Störung der Ruhe und Ordnung” zu einer Strafe von 5.000 Euro verurteilt, unter anderem war aus dem Fansektor der Linzer der Kopf eines Keramik-Gartenzwergs auf Kottingbrunn-Goalie Knotzer geworfen worden. Die Gastgeber wiederum müssen wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen 1.000 Euro berappen.

Blau-Weiß Linz (5:4 i.E. gegen Austria Wiens Amateure) wurde wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen zu einer Strafe von 500 Euro (bzw. 1.000 Euro auf Bewährung/12 Monate) verurteilt. Wattens (0:1 gegen Sturm Graz) kam mit einer auf Strafe von 2.000 Euro auf Bewährung davon.

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