Mai 2009
Monthly Archive
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Posted by admin on 04 Mai 2009 | Tagged as: Allgemeines, Hooligans, Informationen
Es war der größte sicherheitspolizeiliche Einsatz, den Österreich je gesehen hat: Während der Fußball-EM im vergangenen Juni hatten alle der rund 27.000 verfügbaren Polizeikräfte in irgendeiner Form mit der Euro zu tun. Was blieb der Polizei heute, ein Jahr danach, von dem enormen Aufwand?
Im Innenministerium ist man besonders erfreut, dass die Exekutive eine wirksame Handhabe gegen Hooligans hat. Der Kampf gegen sie wird seither professioneller geführt. Für die Europameisterschaft 2008 wurde eine Datei eingeführt, in der Personen, die als gewalttätig eingestuft werden, registriert sind („Hooligan-Datei“). Während der Euro führte das Innenministerium darin 92 österreichische Hooligans. Zur aktuellen Zahl ein Jahr danach heißt es im Innenministerium, es seien „ungefähr 100“.
Per Novelle im Sicherheitspolizeigesetz erhielt die Polizei aber auch die Möglichkeit, Meldeauflagen für amtsbekannte Hooligans auszusprechen. Diese müssen demnach zu einem bestimmten Zeitpunkt auf einer Polizeiinspektion erscheinen. Risikopersonen kann auch das Betreten des Sicherheitsbereiches rund um ein Stadion verwehrt werden.
Die EM führte aber auch zu einer besseren Überwachung der Stadien. Vor allem in Videoanlagen wurde investiert. In den Stadien wurden Einsatzräume gebaut, in denen sämtliche Bilder aus diesen Überwachungskameras zusammenlaufen. Die Polizei kann so von dort aus alle Geschehnisse im und um das Stadion lückenlos überwachen.
Einsatzzentrale in der Berggasse
Die Euro brachte auch eine bessere Ausrüstung für die Polizei. Eigens für das Ereignis angeschaffte Overalls, Sprechgarnituren, Helme und Kleintransporter wurden nach der EM in den täglichen Dienstbetrieb übernommen. „Wir hätten das Gerät sowieso gebraucht, durch die Euro haben wir es schneller bekommen“, erklärt Konrad Kogler. Er war im Innenministerium für viele Planungsschritte des Polizeieinsatzes verantwortlich. Die internationalen Kontakte zu Polizisten der Teilnehmerländer, die sich durch die Euro ergeben haben, seien außerdem ebenfalls als besonders positiv zu werten.
Gemeinsame Trainingseinheiten mit ausländischen Polizeitruppen haben zudem den Ausbildungsstand verbessert. Inwieweit die österreichische Polizei ihren Erfahrungen an Polen und die Ukraine weitergibt – in diesen beiden Staaten soll 2012 die nächste EM stattfinden – stehe laut Innenministerium aber noch nicht fest.
Auch in die Infrastruktur wurde investiert: Eigens für die Euro wurde das Gebäude Berggasse 9 in Wien-Alsergrund für die Bedürfnisse des Einsatzstabes adaptiert. Damals hieß die Sicherheitsschaltzentrale PICC (Police Information and Coordination Center). Hand in Hand mit den heimischen Polizisten arbeiteten dort auch 13 Verbindungsbeamte aus EM- und Nicht-EM-Teilnehmerstaaten (etwa Großbritannien) sowie drei Beamte der EU-Grenzschutzagentur „Frontex“. Im Einsatzzentrum waren vor allem die Bereiche aktuelles Lagebild, Sondereinsätze, Grenzschutz, Verfassungsschutz und Terrorbekämpfung sowie Kriminalpolizei gebündelt. Rund um die Uhr wurden Lagebilder erstellt. Heute geht es dort aber ruhiger zu: In dem Haus sind jetzt Besprechungsräume und Zimmer für Polizisten, die sich zur Ausbildung in Wien befinden, untergebracht.
Gemeinsamer Führungsstab
Polizeioffizier Kogler führt zudem eine organisatorische Maßnahme an, die sich positiv bewährt habe. „Während der Euro gab es erstmals einen gemeinsamen Führungsstab. Der operative und der behördliche Einsatz griffen ineinander über.“ Dies sei heute Standard bei größeren Ereignissen, wie etwa Demonstrationen oder bedeutenden Fußballspielen.
Laut Bilanz, die das Innenministerium am Tag nach dem Finale präsentierte, gab es insgesamt 560 Festnahmen und 1700 Anzeigen. Die meisten der Festgenommenen verbrachten aber nur einige Stunden in Polizeigewahrsam. Wie viele dann aber letztendlich – auch in ihren Heimatländern – verurteilt worden sind, kann das Innenministerium nicht sagen.
diepresse.com
Posted by admin on 04 Mai 2009 | Tagged as: Allgemeines, Fans/Zuschauer, Festnahmen, Informationen, LASK Linz, Rapid Wien
Zwei Festnahmen je eines LASK- und eines Rapid-Anhängers hat es am Samstag vor dem Fußballspiel LASK gegen Rapid in Linz gegeben. Die Männer wurden auf dem Hauptplatz und beim Bahnhof festgenommen.
Das Spiel, das mit einer 0:2-Niederlage des LASK endete, verlief hingegen ruhig, ebenso die Heimreise der Fans. Mehr als 200 Polizisten sorgten für Ordnung und Sicherheit.
Posted by admin on 03 Mai 2009 | Tagged as: Allgemeines, Ausschreitungen, Austria Lustenau, Fans/Zuschauer, FC Lustenau, Informationen, Vereine
Zu schweren Ausschreitungen zwischen rivalisierenden Fußballfans kam es beim Lokalderby der beiden Vorarlberger Vereine Austria Lustenau und FC Lustenau.
Wie die Sicherheitsdirektion Vorarlberg mitteilte, kam es schon im Vorfeld des Lokalderbys zu Streitigkeiten zwischen Fans, wobei auch mindestens ein pyrotechnischer Artikel gezündet wurde. Die Fangruppen wurden von der Polizei auseinander gehalten. Während des Spiels wurden zahlreiche Rauchtöpfe, Rauchfackeln und bengalische Feuer entzündet.
Außerdem ermittelt die Polizei wegen einer Körperverletzung, die sich auf der FC Tribüne ereignete. Ein 17-Jähriger aus Lauterach wurde hier verletzt. Im Zuge der Ermittlungen wurden drei in Lustenau wohnhafte Verdächtige kurzfristig festgenommen. Sie wurden wieder freigelassen, nachdem sich herausgestellt hatte, dass die Verletzung offenbar nicht von ihnen verursacht worden war. Die Ermittlungen zu dieser Körperverletzung dauern noch an.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff griff ein Reservespieler einen Schiedsrichterassistenten an und verletzte ihn dabei. Einem Ordner, der dazwischen gehen wollte, versetzte der Fußballspieler einen Schlag, wodurch die Brille des Ordners beschädigt wurde. Im Anschluss an das Spiel gerieten zwei Spielbesucher im Austria-Dorf in Streit, wonach ein Kontrahent den anderen mit Pfefferspray besprüht haben soll. Insgesamt werden sieben Personen wegen Körperverletzung und diverser Verwaltungsübertretungen angezeigt.
http://www.suedkurier.de/region/bodenseekreis-oberschwaben/vorarlberg/art372497,3751566